Mieterhöhung immer überprüfen

Mittlerweile haben so manche Vermieter den Berliner Mietspiegel 2013 für sich entdeckt und versenden Briefe mit ihren Wunschvorstellungen von der neuen Miete, die sich auf die im Mietspiegel veröffentlichte sogenannte ortsübliche Vergleichsmiete bezieht.

Wenn Sie eine solche Mieterhöhung, oder besser ein Mieterhöhungsverlangen nach §558 BGB, von Ihrem Vermieter erhalten, sollten Sie diesem nicht gleich zustimmen, sondern erstmal genau prüfen, ob alle vom Vermieter aufgeführten Angaben formal und inhaltlich korrekt sind.

Ein Vermieter kann bei bestehenden Mietverhältnissen die Zustimmung zur Erhöhung der Miete bis zur, im aktuellen Mietspiegel veröffentlichten, Vergleichsmiete verlangen. Sollte der Mieter einem berechtigten Begehren nicht zustimmen, kann der Vermieter die Zustimmung vor Gericht einklagen.

Da nicht jedes Mieterhöhungsverlangen, das sich auf §558 BGB beruft, auch wirksam sein muss, kann es sich durchaus lohnen, es einer genaueren Überprüfung zu unterziehen.

Als erstes sollten Sie sich den aktuellen Mietspiegel, auf den sich das Erhöhungsschreiben beruft, besorgen, damit sie die Richtigkeit der Angaben ihres Vermieters überprüfen können.

Die Mieterorganisation Berliner Mieter Gemeinschaft e.V hat zum Thema Mieterhöhung eine aktuelle vierseitige Informationsschrift unter Berücksichtigung der Neuerungen, die der Berliner Mietspiegel 2013 mit sich bringt, veröffentlicht. Sie enthält unter anderem eine Checkliste, anhand derer Sie Ihr Mieterhöhungsverlangen überprüfen können.

Ausgerüstet mit dem aktuellen Mietspiegel und den Informationen der Mieterorganisation sollten Sie sich an die Prüfung Ihrer Mieterhöhung machen. Stellen Sie klare Verstöße gegen formale oder inhaltliche Anforderungen des Mieterhöhungsbegehrens fest, oder ist Ihnen das eine oder andere unklar, scheuen Sie sich nicht, Rat bei einem der ortsansässigen Mietervereine zu holen.

Zwar haben Sie mindestens zwei Monate Zeit (Überlegungsfrist), bis Sie der Erhöhung zustimmen müssen, aber dennoch sollten Sie weder Prüfung noch eine eventuelle Beratung auf die lange Bank schieben. Auch zwei Monate können schnell vorbei gehen und wenn Sie einer eigentlich ungerechtfertigten Erhöhung zustimmen, müssen Sie die neue teurere Miete bezahlen, auch wenn Sie später feststellen, dass sie eigentlich nicht gerechtfertigt gewesen wäre.


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